Die Modellbahn "Haigerloch" im Boxenstop-Museum Tübingen
Geschichte
Ende der 50er Jahre hat ein Pater mit seinen Ministranten diese Anlage gebaut.
Und zwar im Missionshaus „Weisse Väter“. Sie finden das Modell dieses Gebäudes
auf der linken Seite mit der gelben Fahne. Alle waren emsig dabei. Die Gebäude
wurden mit Laubsägen aus Sperrholz herausgesägt, anschließend verputzt sowie
gestrichen. Die Anlage fristete in den ersten Jahren ein tolles Leben. Aber
irgendwann war man ihr überdrüssig. Sie sollte nach Amerika verkauft werden.
Wenn schon, denn schon. Der Verkauf kam jedoch nicht zustande. Deshalb
entstand die glorreiche Idee, die Anlage, die mittlerweile deutlich in die Jahre
gekommen war, zusammenzuschlagen. Eine junge Frau, sie hat im Missionshaus
als Haushälterin gearbeitet, hat von dieser Aktion Wind bekommen. Sie hat
daraufhin den Pater angesprochen und gefragt, ob sie die Anlage nicht
übernehmen könnte. Ihrem Wunsch wurde entsprochen. Die junge Frau und ihr
Ehemann, das Ehepaar Sachsenmaier haben die Anlage danach zu sich nach
Hause geholt. Später wurde sie im neuen Domizil in Salmendingen aufgebaut.
2010 wurde das Boxenstop auf diese Anlage angesprochen. Die Eigentümer meinten, sie hätten keine Verwendung mehr, würden die Anlage gerne abgeben. An einem schönen Frühjahrs-Sonntagmorgen sind wir mit unserer BMW R50 auf die Alb hochgedüst. Vor Ort hat uns beinahe das blanke Entsetzen eingeholt Die Anlage befand sich in einem jämmerlichen Zustand. Aber sie hatte Charme, keine Frage. Deshalb haben wir die Anlage übernommen. Unsere Mitarbeiter im Boxenstop, Herr Peter Bentjen, ein wahres Käpsele, hat sie daraufhin aufwändig restauriert. Alle Gebäude waren noch vorhanden, keines gravierend beschädigt. Alle mussten jedoch neu gestrichen werden. Nach einigen Dutzend Stunden Arbeit war es dann soweit, ist die Anlage wieder in ihrem alten Glanz erstrahlt.
Unsere Haigerloch-Anlage ist etwas Besonderes. Selten haben wir eine so ausdrucksstarke Modellbahn-Anlage gesehen.
Leider können wir die Anlage ihrem geistigen Vater nicht mehr zeigen. Er war später Pfarrer in Schlatt, ist jedoch mittlerweile verstorben. Einige Ministranten müssten noch leben. Vielleicht findet sich einer unter unseren Besuchern, der seinerzeit mitgewirkt hat oder sich an jemand erinnert.
Wir würden uns jedenfalls darüber freuen, wenn wir noch mehr über die Geschichte dieser Anlage erfahren dürften.
Anmerkungen von A. Epple:
Die Eisenbahn wurde Anfang der 60er Jahre gebaut von damaligen Missionsschülern der Weißen Väter, von denen die meisten wohl auch Ministranten waren.
Der besagte Pater hat es verdient, dass er namentlich erwähnt wird. Es handelte sich um P. Ernst Haag, der von der sibirischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war und im Missionshaus als Superior für frischen Wind und neuen Schwung sorgte. Wir haben ihn sehr gemocht.
Ich weiß nicht, ob man der Anlage überdrüssig war, oder ob es nicht eher daran lag, dass das Internat aufgelöst wurde.
Wie sich die Erbauer der Anlage überzeugen konnten, hat Herr Peter Bentjen tatsächlich exzellente Arbeit geleistet. Ich selber habe die Anlage nicht so schön in Erinnerung, wie sie sich heute präsentiert.
Die meisten der Erbauer leben noch und gehen auf die 80 zu.
2010 wurde das Boxenstop auf diese Anlage angesprochen. Die Eigentümer meinten, sie hätten keine Verwendung mehr, würden die Anlage gerne abgeben. An einem schönen Frühjahrs-Sonntagmorgen sind wir mit unserer BMW R50 auf die Alb hochgedüst. Vor Ort hat uns beinahe das blanke Entsetzen eingeholt Die Anlage befand sich in einem jämmerlichen Zustand. Aber sie hatte Charme, keine Frage. Deshalb haben wir die Anlage übernommen. Unsere Mitarbeiter im Boxenstop, Herr Peter Bentjen, ein wahres Käpsele, hat sie daraufhin aufwändig restauriert. Alle Gebäude waren noch vorhanden, keines gravierend beschädigt. Alle mussten jedoch neu gestrichen werden. Nach einigen Dutzend Stunden Arbeit war es dann soweit, ist die Anlage wieder in ihrem alten Glanz erstrahlt.
Unsere Haigerloch-Anlage ist etwas Besonderes. Selten haben wir eine so ausdrucksstarke Modellbahn-Anlage gesehen.
Leider können wir die Anlage ihrem geistigen Vater nicht mehr zeigen. Er war später Pfarrer in Schlatt, ist jedoch mittlerweile verstorben. Einige Ministranten müssten noch leben. Vielleicht findet sich einer unter unseren Besuchern, der seinerzeit mitgewirkt hat oder sich an jemand erinnert.
Wir würden uns jedenfalls darüber freuen, wenn wir noch mehr über die Geschichte dieser Anlage erfahren dürften.
Anmerkungen von A. Epple:
Die Eisenbahn wurde Anfang der 60er Jahre gebaut von damaligen Missionsschülern der Weißen Väter, von denen die meisten wohl auch Ministranten waren.
Der besagte Pater hat es verdient, dass er namentlich erwähnt wird. Es handelte sich um P. Ernst Haag, der von der sibirischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war und im Missionshaus als Superior für frischen Wind und neuen Schwung sorgte. Wir haben ihn sehr gemocht.
Ich weiß nicht, ob man der Anlage überdrüssig war, oder ob es nicht eher daran lag, dass das Internat aufgelöst wurde.
Wie sich die Erbauer der Anlage überzeugen konnten, hat Herr Peter Bentjen tatsächlich exzellente Arbeit geleistet. Ich selber habe die Anlage nicht so schön in Erinnerung, wie sie sich heute präsentiert.
Die meisten der Erbauer leben noch und gehen auf die 80 zu.