Vier Klepfer auf der Ruta de la Plata
Einführungstext: Hans Geisinger
Nachdem wir ehemalige " Klepfer", d.h. Klaus-Peter Schneider, Johannes Geisinger u. Gerhard
Waigand den Camino Francés [Anmerkung: Der "normale" allseits bekannte Pilgerweg] von St. Jean Pied-de-Port bis Santiago erfolgreich "geschafft" hatten,
kamen Pörs Waigand und "Icke" ( Klaus-Peter Schneider ) auf die "glorreiche Idee", die Ruta de
la Plata oder auch Via de la Plata genannt, ebenfalls "mit dem Fahrrad zu erkunden". Außerdem
konnten wir Hermann Bogenrieder, Spitzname "Caesar", überzeugen, mitzufahren.
Eigentlich war und ist im Sommer von diesem Weg abzuraten, da die Temperaturen oft bei 40 Grad im
Schatten und auch mehr liegen können. Nur extrem hitzeresistente Radfahrer sollten sich in den
heißen Sommermonaten diesen historischen Weg zumuten.
Da unsere Tour aber beruflich und privat nur im Sommer möglich war, mussten wir es wagen!
Wir wussten aus Berichten anderer Radfahrer, dass der Weg größtenteils Feldwegqualität aufzuweisen
hatte und bisweilen auch das Rad geschoben werden musste, also nicht einfach!
Zahlreiche unbefestigte Wege und historische Brücken aus der Römerzeit warteten auf uns, d.h.,
unsere Räder mussten viel aushalten. Und es sollte eine harte Tour werden!
Aber unsere Losung hieß: "Per aspera ad astra" und schon im Mittelalter hieß es "in die Fremde
gehen" oder "das Elent bauen" und dieses alte Pilgerlied sangen wir wir vor der Abfahrt in Ahlen,
nachdem uns Pfarrer Stark mit dem kirchlichen Segen für unsere "peregrinatio" entlassen hatte.
Wer das ellend bawen wil,
der heb sich auf und sei mein gsel,
wol auf Sant Jacobs strassen.