Die Klepfer

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Progymnasium verabschiedet seine erste sechste Klasse

Alle Schüler haben die mittlere Reife erreicht / Stilvolle Feier an der Haigerlocher Oberschule

DIE ABSCHLUSSFEIER des Progymnasiums Haigerloch hatte in diesem Jahr ihre besondere Bedeutung, als zum erstenmal Schüler mit dem Zeugnis der mittleren Reife verabschiedet wurden. Auf unserem Bild der Schülerchor und Instrumentengruppe, die unter Leitung von Studienrat Westhauser die Feier musikalisch umrahmten. Ferner überreichte Heide Leniker namens der sechsten Klasse Frau Schick einen Nelkenstrauß und das rechte Bild zeigt die Mitwirkenden des Spiels „Die Teufelsflasche".


Haigerloch In dem nun knapp zehnjährigen Bestehen des Progymnasiums Maigerloch war die Abschlußfeier am Freitagabend im Maiersaal ein besonderer Markstein. War es doch das erstemal, daB die Schule eine sechste Klasse entlassen und zum erstenmal Schüler mit einem gewissen Abschluß, mit dem Erwerb der mittleren Reife, aus der Oberschule abgingen. Auf diese für Schüler, Ellern und Lehrer erfreulichen Aspekte wies auch Schulleiter Oberstudienrat Schick bei der Begrüßung der zahlreichen Eltern aus dem Bezirk und der Ehrengäste hin und sagte dabei vor allem den Dank an alle, die am systematischen Auf- und Ausbau des Progymnasiums Haigerloch Verdienste erworben haben. In erster Linie gelte dieser Dank dem Oberschulamt Tübingen, aber auch dem Haigerlocher Bürgermeister und Stadtrat, der die Mittel zur Verfügung gestellt und durch den Neubau großzügig an die Lösung der Raumfrage herangegen- gen sei. Wenn jetzt über 200 Schüler die Oberschule in Haigerloch besuchen, sei die Notwen- digkeit des Neubaues bewiesen. Dank sagte der Schulleiter auch dem Missionshaus der Weißen Väter für die gute Zusammenarbeit und die vielseitige Hilfe bei der Lösung der schwierigen Raumfragen, wie sie sich auch wieder zu Beginn des neuen Schuljahres durch die starke erste Klasse ergäben hätten. Dank.wuBte der Schulleiter auch dem Lehrerkollegium und den Leh- rern der Volksschule für die geleistete Arbeit bei den oft schwierigen äußeren Bedingungen zu sagen, Eingangs hatte Oberstudienrat Schick auch den zahlreichen Gästen Grüße entboten, so vor allem dem Bürgermeister und seinen Stadträten, der Geistlichkeit, Dekan Gulde, Pfarrer Brandt, Pater. Superior Haag, P. Österle und P. Schnetz vom Missionsbaus der Weißen Väter, den Schwestern, Oberlehrer Stumpp und Kühle von der Volksschule und den Vertretern des Elternbeirats. an der Spitze ihr Vorsitzender Dipl.-Ing. Meyer, Karlstal.
Für die Gestaltung der gut besuchen Feier hatten die Lehrkräfte ein gediegenes Programm zusammengestellt, das nicht zuletzt auch einen Einblick ins Schulische, vor allem in die Erziehung in den musischen Fächern gewährte und aufgeschlossene Zuhörer fand. Die Spielgruppe leitete unter Studienrat Westhauser, der für den musikalischen Teil verantwortlich zeichnete, mit einem Marsch von Beethoven ein, der Chor setzte mit dem „Heilig ist der Herr Zebaoth" von Schieferdecker, einen ersten musikalischen Höhepunkt und ebenso beeindruckte stark der Schlußchor, „Der frohe Wandersmann" von P. Höffer, für Chor, Instrumentalbesetzung und Solo. (osef Schwörer). Die Leistung in der Darbietung lag vor allem im kantatenartigen Aufbau, der aber von allen tragenden Kräften unter sicherer Stabführung von Studienrat Westhauser klar, durch- sichtig und in treffender Musikalität gemeistert wurde.
Wirkungsvoll dargestellt wurde von den mitwirkenden Schülern das von Pater Zender eingeübte Spiel „Die Teufelsflasche". Hans-Joachim Runge hat die Erzählung Das Flaschenteufelchen" von R. L. Stevenson für die Bühne umgearbeitet und das Stück mit dem Namen "Die Teufelsflasche" betitelt. Im Mittelpunkt des Stückes steht der junge Matrose Keawe, der durch Gedankenlosigkeit in die Hand des Bösen und dadurch in höchste Gefahr gerät, durch selbstlose Liebe jedoch gerettet wurde. In der Inszenierung, Sprache und Widergabe konnten die Mitwirkenden in jeder Hinsicht überzeugen, WAS auch der anhaltende Beifall unterstrich. "DaB ihr Menschen werdet, das ist die Frucht auf die wir warten", mit dieser Mahnung' entließ der Schulleiter die Schüler der sechsten Klasse in ihr ferneres Leben. Alle haben, wie Oberstudienrat Schick bemerkle, ihr Klassenziel erreicht und die mittlere Reife erworben. Er händigte ihnen die Zeugnisse aus und entließ sie mit guten Wünschen. In ihrem Namen sagle Heide Leniker den Dank an die Lehrer und überreichte Frau Schick einen Nelkenstrauß.
Zum Abschluß der Feier konnte auch der Schulleiter für gute Leistungen Preise und Belobungen an eine ganze Anzahl Schüler und Schülerinnen überreichen. Die Namen veröffentlichen wir nachstehend:
Klasse 1: Preise: Gudrun Anskohl, Sibylle Herl, Gabi Kränzler, Sabine Schwenk. Franz Walser; Belobungen: Bernhard Baiker, Rudolf Finkbeiner, Erich Nägele, Margarete Pfeffer. Klasse 2: Preise: Herbert Ruoff, Monika Soltek; Belobungen: Roland Haser, Otto Kränzler, Viktor Maute, Lothar Walter. Klasse 3: Preise: Maria Scöttgen, Christa Rusch; Belobungen: Jürgen Drywa. Klasso 4: Preise: Willi Stehle, Josef Beck, Magnus Brändle, Anton Fischer; Belobungen: Ro- bert Frank, Bernhard Ketterer. Klasse 5: Preise: Klaus-Dieter Wiebusch, Gu- stav Pleffer, Herbert Hellstern; Belobungen: Nor- bert Ganser. Klasse 6: Preise: Heide Lenicker. Josef Elser. Walter Haag; Belobungen: Alfred Epple, Josef Seidler.
Reifezeugnis erhalten
Haigerloch. Bei der Abschlußfeier des Progymnasiums haben folgende Schülerinnen und Schüler das Zeugnis der mittleren Reife erhalten:
Naturwissenschaftlicher Zug:
Roswitha Bieger (Rechtspflegerin); Gerhard Deger (Radiotechniker); Maximilian Elser (Buchdrucker): Gudrun Kern (Beruf ungewiß); Robert Kohler (Vermessungstechniker): Heide Leniker; Annette Meyer: Manfred Pitzen (Kaufmann); Hans-Werner Schink (Kaufmann); Wilfried Schwabenthan (Rechtspfleger); Peter Sommer; Luise Stengel (Auslandskorrespondentin).
Lateinzug: Ulrich Birringer; Josef Elser; Alfred Epple: Walter Haag;



Alfred Epple, 22.2.2026