Im Steinbruch sind die Klepfer los
Diese Geschichte habe ich beim großen Fest in Haigerloch zum ersten Mal gehört. Inzwischen wurde mir
von verschiedenen Seiten bestätigt, dass sie sich so oder so ähnlich zugetragen hat.
Sonntagnachmittags durften wir ja immer spaziergehen und wenn man Glück hatte, haben sich
Gleichgesinnte gefunden, mit denen man gemeinsam etwas - meist harmloses - unternehmen konnte.
Eine Dreiergruppe hat dabei eine besondere Vorliebe geteilt: Große motorosierte Baumaschinen. Sie
marschierten am Sonntagnachmittag in Richtung Steinbruch, wo sich auch Bagger und Bulldozer
befanden. Das hat diesen Technikfreaks mächtig imponiert und es gelang ihnen sogar, den Motor einer
dieser Planierraupen (oder war es ein Bagger?) zu starten und damit ein wenig herumzufahren. Die
Freude war groß, bis man beim Versuch, das Ding zu stoppen merkte, dass man in einer ähnlichen Lage
war wie der berühmte Zauberlehrling: "Die Geister die ich rief werd' ich nun nicht los".
Da aber kein Meister zugegen war, der ihnen zu Hilfe eilen konnte, mussten die Jung-Bauingenieure
sich selber helfen und sie taten es auf nicht unkreative Weise: Sie fuhren die Maschine einfach
gegen die Wand des Steinbruchs, wo der Motor dann abgewürgt wurde.
Wie die Geschichte weiter ging, vermag ich nicht zu sagen, weil ich selber nicht dabei war, aber
vielleicht kann mir Heini da weiterhelfen :-) ?
In den 1960er Jahren, als die Gesellschaft und die Menschen noch robuster waren, wurde das als
Dummer-Jungen-Streich angesehen. Ob das heute auch so durchgehen würde, wage ich zu bezweifeln.
Alfred Epple