Die Klepfer

Webseite ehemaliger Schüler der Weißen Väter und ihrer Weggefährten

Gedanken zum Abiturtag 5. Februar 2025

Und wieder kommt der Tag,
den ich nicht vergessen mag.
Der sitzt im Kopfe fest
und mich nicht vergessen lässt,

was damals ist geschehen,
das kann ich heut‘ noch sehen.
Gar vieles hab‘ ich schon geschrieben,
was in meinem Kopfe ist geblieben.

Ja, ja es ist nun lange her
Doch erinnert es mich sehr
an die alten Zeiten gut,
da hatten wir noch richtig Mut.

Und wollten hoch erheben
unser ganzes künft‘ges Leben.
Wir träumten von der Zukunft schön,
konnten manches partout nicht seh’n.

Manche wollten bekehr‘n die Welt
Und sahen alles auf den Kopf gestellt.
Doch die Zeit verändert allerlei
Wie dem auch allzeit sei.

Die Welt hat sich gewandelt schnell,
manches ist dunkel und nicht hell.
Die Politik der Welt ist ganz verrückt,
wahrlich, da bin ich nicht beglückt.

Und wenn ich seh‘ die Kriege,
wie manche kämpfen für die Siege
und töten Menschen viel
und das ist ihr einz‘ges Ziel.

Vom Frieden alle reden
und der komme bald für jeden.
Ein‘ge haben große Macht,
die haben nicht daran gedacht.

Amerika will dank des Präsidenten
alles zu seinen Gunsten wenden.
First Amerika soll endlich sein,
Trump will herrschen ganz allein.

Und Russland schärft die Waffen
und will für sich jetzt alles raffen.
Putin ist der Räuber in der Welt;
er will, dass alles ihm sei unterstellt.

Und blick‘ ich auf der Kirche Tun,
dann kann ich gar nicht ruhn:
So viele Fehler werden da gemacht,
früher hätten wir das nicht gedacht.

Geld wir rausgeschmissen dort;
ein Bischof baut nen Palast an heil’gem Ort.
Er wird verbannt nach Rom
und hat nun keinen eignen Dom.

Nun lebt er von der Rente groß
und wird sein ganzes Geld nicht los.
Vielleicht will er’s für oben,
wo die Engel seinen Chef tun loben.

Priester gibt‘s heut‘ fast keine mehr,
die fehlen der Kirche ach so sehr.
Gemeinden groß und riesig allemal
letztlich fehlt’s an guter Pastoral.

Manche Pfarrer haben viel
geschadet ihrem eignen Ziel;
haben verführt die Kinder
und wurden so zu Sünder.

Menschen mit andrer Orientierung
brachten die Kirche in Verwirrung.
Die Pfaffen tun sie voll verachten
und verschmähen, was sie machten.

Auch Wiederheirat ist der Gottesschar
eine Schande immerdar.
Doch vielen Menschen ist’s ein Glück
zu ändern rasch ihr alt‘s Geschick.

Pfarreien werden jetzt ganz groß,
doch ist da nichts mehr los.
Die Zahl der Frommen wird ganz klein,
der Bischof sagt: Das muss so sein.

Ob der Kirche Niedergang
hadere ich schon lang
Wer hätte das gedacht,
als wir einst das Abi da gemacht.

Und denken wir zum Schluss,
dass sich alles ändern muss.
Doch hoffen nun auf Gottes Geist,
der uns den Weg zum Guten weist.

Stadecken, den 5.2.2025

Hajo Stenger