P. August Freckmann
Pater August Freckmann ist im Alter von 83 Jahren am 7. Januar 1998 in Linz am Rhein gestorben. Als er morgens nicht zur heiligen Messe und zum Frühstück kam, fand man ihn tot in seinem Zimmer. Er lag auf seinem Bett und hatte die Hände gefaltet.
Pater Freckmann wurde am 5. April 1914 in Wattenscheid-Höntrop geboren. 1933 bestand er in Großkrotzenburg, dem Gymnasium der Weißen Väter, sein Abitur mit einer glatten „Eins“. Seine philosophischen Studien machte er in Linz, sein Noviziat in Marienthal/Luxemburg und seine Theologie in Trier. 1939 wurde er zum Priester geweiht.
Nach kurzer Lehrtätigkeit in Rietberg arbeitete er als Kaplan in St. Katharinen bei Linz, Koblenz, Gerolstein und Schiffweiler/Saar. 1946 begann er ein Germanistikstudium im Hinblick auf eine spätere Lehrtätigkeit. Er studierte in Bonn und Frankfurt, wo er 1950 sein Staatsexamen machte.
Pater Freckmann war 16 Jahre als Studienrat und späterer Schuldirektor in Großkrotzenburg tätig. Anfang der fünfziger Jahre unternahm er eine mehrwöchige Studienreise nach Nordafrika. Von seiner Sahara-Safari hat er oft erzählt und viele persönliche Impulse bekommen, die ihm immer wieder halfen, in jungen Menschen Missionsbegeisterung zu wecken und zu erhalten.
Nach der Auflösung der Kreuzburg – zu seinem großen Leidwesen – war er dann zehn Jahre als Lehrer am Erzbischöflichen Friedrich-Spee-Kolleg in Neuss tätig. Das dortige Lehrerkollegium wählte ihn öfters als Vertrauenslehrer, und schließlich wurde er zum Studiendirektor und pädagogischen Fachleiter des Kollegs befördert.
Von 1977 bis 1979 war er in Trier, um dort die Liturgie in unserer damaligen Anbetungskirche St. Klara zu übernehmen. Von 1979 bis 1989 war er Krankenhausseelsorger in Koblenz und Linz. Seitdem lebte er im Missionshaus in Linz.
Die meisten jüngeren Mitbrüder haben Pater Freckmann als kompetenten Deutsch- und Französischlehrer unter seinem Kurzzeichen „PAF“ kennengelernt, der Ordnung und Genauigkeit bis ins Detail beachtete und von seinen Schülern forderte.
Seine Qualitäten wurden selbst in der frohen Runde der Mitbrüder honoriert, in der er sich stets wohlfühlte. Entsprechend seiner akkuraten Veranlagung organisierte er seine persönlichen Dinge, sein geistliches Leben und auch seine Umgebung nach strengen Ordnungsprinzipien. Er war ein tief frommer Priester, Missionar und Erzieher.
Über seinem Tod steht das mächtige und tröstende Wort des Propheten Daniel:
„Die viele zum rechten Tun geführt haben, werden immer und ewig wie die Sterne leuchten."" (Dan, 12,3)