P. Vogt
Auch beim Kartoffelschälen
durfte ich dann die anderen "unterhalten" mit meinem Akkordeon -
wobei ich den Unterhaltungswert im Nachhinein stark in Zweifel
ziehe.
Ein Erlebnis bleibt mir nachhaltig in Erinnerung. Bei einer
Wanderung entlang der Eyach machten wir Rast und P. Vogt schnitt
aus Haselnusszweigen eine Gabel, die als Wünschelrute fungieren
sollte. Er ging hin und her und irgendwann schlug das Ding dann
auch aus, was mich wirklich faszinierte. Als ich es an der gleichen
Stelle probierte, gab es überhaupt keine Reaktion. Nach der ersten
Enttäuschung fasste mich P. Vogt an beiden Handgelenken und es hat
tatsächlich funktioniert. Die Rute bog sich mit solcher Kraft nach
hinten, dass ich sie fast nicht mehr halten konnte. Das war für
mich eines der eindruckvollsten Erlebnisse meiner Kindheit.
Grundsätzlich hatte ich das Gefühl, dass P. Vogt mich fördern wollte, und dass er
es, wie die anderen Patres auch, es sehr gut mit mir meinte.
Alfred Epple (1960 - 1967)