Rückmeldungen

Es ist immer wieder interessant, wie die Leute auf Beiträge auf unserer Seite reagieren. Die letzte Rückmeldung eines Klassenkameraden hat mich auf die Idee gebracht, die interessantesten Rückmeldungen hier zu veröffentlichen.

  1. Zum Wohltätertreffen in Hechingen am 21.9.25
    • Danke für die mail. ich freue mich immer über Nachrichten über Haigerloch etc.
      Kleine Anmerkung: vom Bahnhof Bundesbahn Richtung Innenstadt:
      nach wenigen 100 Metern geht´s dann rechts ab in die Stadt, links geht s unter der Bundesbahn Brücke durch nach St. Luzen. Gerade aus steht da ein einzelnes Haus, da stand mein Geburtshaus in dem ich mit Ausnahme 4 Jahre Haigerloch 20 Jahre gewohnt habe.
      Bin also mit St. Luzen bestens vertraut.
      Am nächsten Treffen würde ich gerne teilnehmen. Ich wohne zwar in Berlin, aber ich habe auch noch Verwandtschaft in Hechingen.
  2. Zum Nachruf auf Heinrich Parusel:
    • Deine Arbeit ist nicht nur Stolperstein für alle, die aus der Haigerlocher Schule kommen. Das sind schon kleine Biographien – für die Wegbegleiter wie für das Haus selbst. Das beeindruckt auch mich als (gar nicht mehr so) Ortsfremden. Da spricht nicht Nostalgie, da spricht das Herz.
  3. Zum Film über das Missionshaus von Günter Welde:
    • Der Film ist ein wunderbares Erlebnis, der einen in unsere Zeit als Schüler zurückversetzt. Viele erfreuliche Erinnerungen, die im Gedächtnis verloren gegangen waren, werden jetzt wieder lebendig. Beim Bild von Pater Superior Buse kam allerdings ein leichter Schauer hoch, da wir an dessen wechselnden Launen litten. Jedenfalls gebührt Dir großer Dank für die Veröffentlichung. Was ist eigentlich aus dem Missionshaus geworden?
    • Das ist nicht die übliche Zusammenfassung, die kurz wie ein kurzer heftiger Schlag den Betrachter auf den Kopf trifft und dann wieder weg ist. Das ist ein unglaublich ausführliches Bild mit feinen Pinselstichen. Jede noch so kleine, im Augenblick recherchierte, zusammengetragene und vorgetragene Bemerkung geht unter die Haut, nicht wird ausgelassen. Jedes Detail von der Sitzbank bis zum Lampenschirm darf erzählen und erhält eine Wichtigkeit in der Erinnerung. Angereichert mit Früher-Heute-Bildern. Selbst für einen Fremden wie mich steckt das voller Emotionen und Erinnerungswert.
    • Ein wunderbares Dokument - ich erkenne alles wieder! Herrlich!! Dank an die „Filmschaffenden“!!
    • Da kommen alte Bilder und Gedanken wieder hoch. Und die Gewissheit der Vergänglichkeit.
    • Ich hab mir den Film gespeichert und werde ab und zu reinschauen, auch mal meinen Kindern und meiner Frau zeigen, wie es damals so war.
  4. Zum Treffen der Abitursklasse 1965 in Hechingen
    • Es war wieder einmal eine Freude vom Treffen der Ehemaligen zu lesen. Diese Klasse war ja nur ein Jahr hinter uns. Da ist der Zusammenhalt doch größer als bei uns. Das könnte auch an Herrn Walter gelegen haben, der mit pfadfinderischer Akkuratesse das Klassenbewusstsein gestärkt hat. Inzwischen höre ich von unserem Jahrgang recht wenig; geplante Treffen mussten aus verschiedenen Gründen abgesagt werden, letztlich waren immer zu wenige bereit zu kommen. Einige unserer Überlebenden waren auch gar nicht in Haigerloch gewesen, sondern sind von den anderen Missionshäusern direkt nach Großkrotzenburg gekommen.
    • Natürlich sagen mir die Namen nicht und die Orte nicht so viel. Aber ich freue mich schon, wenn ich sehe, dass Leute ihren Blick mal rückwärts wenden und das auch noch dankbar.
  5. Zum Bericht über die Bittprozessionen und den Verkauf des Missionshauses
    • [...] Freue mich immer über deine Nachrichten und die Arbeitsergebnisse von dir und deinen Freunden. Für mich sind die Personen und Liegenschaften ja ein bisschen weiter weg. Viele kennen ich nur aus euren Erzählungen und Bildern. Aber gerade von den Abläufen und den Beweggründen dahinter ist einem ja viel vertraut. Und wenn du schreibst, dass da die Hütte verkauft werden soll, in der so viele von euch (wieder)geboren worden und aufgewachsen sind – das ist schon fast, als drehe es sich ums Elternhaus. Wir nehmen das zwar lächelnd hin, weil wir wissen mussten, dass das der Lauf der Dinge ist, aber es ist doch ein ziemlich gequältes Lächeln… Die Bittprozessionen kenn ich auch noch. Bis in die 90er, aber da waren viele Bittsteller schon mit Gehstöcken und Rollator unterwegs, und bis zur Umkehr gings gerade mal bis zum dritten oder vierten Acker. Weiter reichte die Kraft, die Geduld oder die Liste der Heiligen nicht. Spätestens wenn die Prozession einem der damals noch seltenen Monstertraktoren im Weg war, kehrte man um. Im Mittelpunkt der Bittprozessionen standen aber weniger die Bitten um Vergebung der Sünden als vielmehr der Segen für die Felder. Die hatten ja damals in den aldi- und lidllosen Zeiten die Ernährung sicherzustellen, deshalb wurden die gleich mitgesegnet. Immerhin, das ist mir in Erinnerung geblieben, hat man keine Unterscheide zwischen katholischen und evangelischen Feldern gemacht. Im Gedächtnis der Alten ist eine Episode aus den 60ern geblieben. Wir hatten damals einen knortzigen Pfarrer, der von Sprache und Typ und Hemdsärmeligkeit so richtig zu den Bauern passte, die es damals noch gab. Der soll bei der Bittprozession im Vorbeigehen an einem Feld geknurrt haben „Hej hilft kaa Beede, hej muss Mist enenn!“

Zurück zu Erinnerungen